Bitte lesen Sie zuerst diese Einführung:

Grundsätzliches zu biomedizinischen Therapieansätzen:

Es gibt den (einen) biomedizinischen Therapieansatz gegen Autismus nicht.

Im Klartext bedeutet dies, dass von ganz wenigen Ausnahmen abgesehen ein einzelner biomedizinischer Therapieansatz Ihrem autistisch behinderten Kind möglicherweise kaum helfen kann. Wendet man jedoch die für Ihr Kind individuell richtige Kombination verschiedener biomedizinischer Ansätze an, dann stellt sich kontinuierlich nach und nach eine vorher nicht mehr für möglich gehaltene Besserung des Wohlbefindens und der Leistungsfähigkeit ein. Wer sich deshalb für biomedizinische Therapieansätze beim Autismus interessiert, sollte immer den Grundsatz vor Augen haben:

Nur die individuell richtige Kombination verschiedener biomedizinischer Therapieansätze führt zum Erfolg.

Was für Ihr Kind die individuell richtige Kombination ist, müssen Sie selbst heraus finden. Die Inhalte dieser Websites können Sie bei dieser Aufgabe nur beraten und Ihnen eine "Checkliste" an die Hand geben, was Sie dabei beachten sollten und was Sie nicht vergessen dürfen.

Lassen Sie sich nicht beirren:

Falsche Vorstellungen und Irrtümer

Nachdem sich Wissenschaftler seit mehr als einem halben Jahrhundert mit dem Phänomen Autismus beschäftigt haben, jedoch die meisten unserer Kinder trotzdem noch sehr schwer behindert und ihre Prognose sehr dürftig sind, stellen gerade biomedizinische Ansätze den Streif am Horizont dar, der uns Eltern zu Recht hoffen lässt. Dass sich hierzulande diese Ansätze noch immer nicht überall durchgesetzt haben, liegt leider daran, dass es noch viel zu viele falsche Vorstellungen oder Irrtümer darüber gibt. Zum Teil aber werden solche Irrtümer von Gegnern oder Skeptikern dieser relativ jungen Ansätze bewusst gepflegt oder unterhalten, damit ein falscher Eindruck entsteht. Lassen Sie sich deshalb nicht beirren und wir sagen Ihnen auch, warum Sie dies nicht tun sollten:

Irrtum Nr. 1:
Eine Behinderung (bzw. Krankheit), ein Arzt, eine Pille!

So denken hierzulande leider immer noch sehr viele. Machen Sie sich davon frei und vergleichen Sie einfach einmal Ihr Kind mit anderen autistisch Behinderten. Sofort wird Ihnen dann klar, dass "Autismus" keine einheitliche Behinderung ist, sondern lediglich eine Sammel-Beschreibung von mehreren verschiedenen Störungen ist, die von Betroffenen zu Betroffenen unterschiedlich stark ausgeprägt sein können. Den typischen Autisten gibt es nicht, weshalb es auch nicht die typische "Autismustherapie" geben kann.

Irrtum Nr. 2: Es gibt für die Wirksamkeit biomedizinsicher Ansätze keine wissenschaftlichen Beweise.

Auch dies stimmt so nicht. Dr. Rimland (+ 2006) zum Beispiel berichtete von über 15 wissenschaftlichen Studien über die Wirksamkeit von Vitamin B6 bei Autismus. Die Wissenschaftler Shattock und Reichelt führen wissenschaftlich fundiert aus, was Gluten und Kasein bewirken können und Dr. Shaw hat seine Forschungen hinsichtlich Hefen und anderen pathogenen Mikroorganismen veröffentlicht, um nur ein paar Beispiel vorab zu nennen. Keiner der Wissenschaftler hat jedoch je behauptet, die "Pille gegen Autismus" gefunden zu haben und keiner der Wissenschaftler nimmt für sich in Anspruch, dass die von ihm untersuchten Sachverhalte die ganze Wahrheit seien.

Leider werden in wissenschaftlichen Untersuchungen immer nur gewisse einzelne Aspekte untersucht, weshalb es selbstverständlich keine Aussagen darüber gibt, wie eine Kombination wirkt bzw. wirken könnte. Setzen Sie deshalb den Aspekt "Wissenschaftlichkeit" in die richtige Relation und vergessen Sie darüber hinaus nicht, dass die konventionellen Therapiemaßnahmen, denen wir das wissenschaftliche Gütesiegel zuschreiben, relativ oft schon bald an ihre Grenzen stoßen.

Irrtum Nr. 3: Biomedizinische Ansätze machen bisherige Therapieverfahren entbehrlich.

Es lässt sich hier und da der Eindruck nicht entkräften, dass etablierte Fachleute um ihre Pfründe fürchten, also dass sie also Angst davor haben, dass ihnen biomedizinische Ansätze die Aufgabe streitig machen könnte. Dabei ist genau das Gegenteil der Fall:

Wenn man die Geschichten von Kindern liest, die durch biomedizinische Ansätze alle autistischen Symptome wieder verloren haben, dann wird man feststellen, dass diese Kinder neben der biomedizinischen Therapie auch sehr viele "konventionelle" Autismus-Therapie erhalten hatten. Die Redaktion WIR ELTERN hat Hochachtung vor der Arbeit der vielen Autismus-Therapiezentren. Dass wir darüber nichts berichten, liegt allein daran, dass es über solche Therapieverfahren schon genügend Literatur gibt und es deshalb Unsinn wäre, nochmals darüber zu berichten.

Ohne biomedizinische Interventionen stoßen konventionelle Therapieverfahren je nach Schweregrad der Behinderung schon bald an ihre Grenzen, die mit der Biomedizin erfolgreich verschoben werden können. Doch auch wenn das Kind dadurch neue Potentiale gewinnen kann, so bedarf es nach wie vor des Therapeuten, um diese auch auszuschöpfen. Beides ist notwendig!

Vielleicht haben auch wir in der Vergangenheit bei unserer Berichterstattung den Fehler gemacht, dass wir einmal über den Ansatz A, anschließend über den Ansatz B und später über den Ansatz C berichtet haben, ohne dabei genügend die Zusammenhänge zu berücksichtigen. Allerdings sind auch wir immer noch Suchende nach der Wahrheit und oft waren uns gewisse Zusammenhänge zuerst nicht bewusst bzw. sie wurden uns erst nach gemachten Erfahrungen bewusst.

Aus diesem Grunde ist dieser Teil der Website etwas anders aufgebaut, als sie es bisher gewohnt waren. Wenn wir nachfolgend einige biomedizinische Ansätze beispielhaft vorstellen, so haben wir versucht, dabei die Zusammenhänge zu beleuchten, soweit diese bisher bekannt sind. Wir können dabei selbstverständlich nicht ausschließen, dass zukünftige Entdeckungen wieder alles in einem anderen Licht erscheinen lassen werden.

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"Der historisch erste biomedizinische Ansatz und seine Zusammenhänge: Die Vitamin B6-Therapie"